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FAQ- Mentales Bewegungstraining von MOTION OF MIND

Mentales Bewegungstraining (Motor Imagery) ist eine wissenschaftlich untersuchte Methode, bei der Bewegungen im Kopf ausgeführt werden. Sie wird in der Rehabilitation, Schmerztherapie (z. B. Graded Motor Imagery) und bei chronischen Erkrankungen eingesetzt, um neuronale Prozesse zu aktivieren und Funktionen zu erhalten.

Diese Seite beantwortet häufige Fragen zu mentalem Bewegungstraining, Motor Imagery und Graded Motor Imagery (GMI)

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Mentales Bewegungstraining (auch Motor Imagery genannt) ist eine Methode, bei der Bewegungen nur im Kopf ausgeführt werden, ohne den Körper tatsächlich zu bewegen. Dabei werden ähnliche Hirnareale aktiviert, wie bei echter Bewegung. Dies kann helfen, Bewegungsabläufe zu erhalten und neuronale Verbindungen zu stärken. Das Konzept „MOTION OF MIND“ nutzt diesen Ansatz strukturiert für Rehabilitation und Training.

Beim mentalen Training werden Bewegungen intensiv vorgestellt, wodurch motorische Netzwerke im Gehirn aktiviert werden. Diese Aktivierung ähnelt der bei realer Bewegung, jedoch ohne mechanische Belastung. Dadurch bleiben neuronale Muster erhalten und können sogar verbessert werden. Das ist besonders wichtig, wenn physische Bewegung eingeschränkt ist. 

Mentales Training ist wissenschaftlich gut untersucht, insbesondere im Bereich Motor Imagery, Neuroplastizität und Schmerztherapie (z. B. durch GMI). Studien zeigen, dass es die Muskelaktivierung, Koordination und Schmerzverarbeitung beeinflussen kann. Es wird sowohl in der Rehabilitation als auch in der Schmerztherapie eingesetzt.

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Anwendung bei Verletzungen und Ruhigstellung

Mentales Training kann Muskelabbau während Ruhigstellung reduzieren, da es die neuronale Aktivierung der Muskulatur aufrechterhält. Studien zeigen, dass sich dadurch Kraftverluste verlangsamen lassen. Es ersetzt keine körperliche Bewegung vollständig, kann aber eine wichtige Ergänzung sein. Besonders nach Operationen oder Verletzungen wird es zunehmend eingesetzt.

→Studien dazu

Ja – mentales Training kann dich nach einer Operation wirkungsvoll unterstützen.

Es ersetzt natürlich keine medizinische Behandlung oder Physiotherapie, aber es kann den Heilungsprozess sinnvoll ergänzen. Durch gezielte mentale Übungen – wie Visualisierung, Atemtechniken oder Körperwahrnehmung – stärkst du die Verbindung zwischen Gehirn und Körper. Das kann helfen, Bewegungsabläufe schneller wieder aufzubauen und mehr Vertrauen in deinen Körper zu entwickeln.

Viele Menschen berichten außerdem, dass mentales Training:

  • Schmerzen besser regulierbar macht
  • Stress und Unsicherheit reduziert
  • die Motivation im Reha-Prozess steigert
  • den Heilungsverlauf insgesamt positiv beeinflusst

Gerade nach einer Operation, wenn körperliche Bewegung noch eingeschränkt ist, kannst du so aktiv an deiner Genesung mitwirken – auch dann, wenn du dich noch nicht voll belasten darfst.

Wichtig ist: Mentales Training wirkt am besten als ergänzende Methode im Zusammenspiel mit ärztlicher Betreuung und Rehabilitation.

Mentales Training eignet sich für Menschen mit Verletzungen, nach Operationen, bei Ruhigstellung oder Lähmungserscheinungen. Es wird auch im Leistungssport eingesetzt, um Bewegungen zu optimieren. In Kombination mit Ansätzen wie GMI kann es auch bei chronischen Schmerzen oder neurologischen Problemen sinnvoll sein.

Mentales Training ist besonders geeignet, wenn du dich aufgrund einer Verletzung oder nach einer Operation in einer Phase der Ruhigstellung befindest. Du kannst es aber auch präventiv nutzen, wenn du keine Zeit hast, um aktives Bewegungstraining durchzuführen. Da du beim mentalen Training ganz auf deinen Körper konzentriert sein sollst, ist es eine Art Achtsamkeitstraining und kann deshalb auch manchmal entspannend wirken. 

In deiner Voerstellung ist dein Körper völlig gesund, schmerzfrei und voll funktionsfähig. Du hast keinen Gips oder irgendeine Bewegungseinschränkung. 

Mentales Training bei chronischen Erkrankungen

Bei Erkrankungen wie Long COVID oder ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom) ist körperliche Belastung oft nur eingeschränkt möglich. Mentales Training kann eine Möglichkeit sein, das Nervensystem sanft zu aktivieren, ohne den Körper zu überlasten. In Kombination mit sehr vorsichtiger Belastungssteuerung kann es helfen, Bewegungsmuster zu erhalten und die Belastbarkeit langsam zu verbessern. Wichtig ist eine individuell angepasste und regelmäßige Anwendung über mehrere Wochen.
Falls du unsicher bist, wende dich an deinen Arzt/Ärztin oder Therapeuten/-in

Du kannst nach einem Schlaganfall schon frühzeitig mit dem Training mit MOTION OF MIND beginnen. Deine Bewegungsabläufe sind direkt nach dem Schlaganfall mit eventuellen Lähmungserscheinungen noch frisch im Gehirn und sollen dort auch weiterhin gut abgespeichert bleiben, um die Regeneration zu erleichtern. 

Graded Motor Imagery (GMI) und Schmerz

Graded Motor Imagery (GMI) ist ein therapeutischer Ansatz zur Behandlung von Schmerzen, insbesondere bei chronischen Schmerzen oder nach Verletzungen. Er besteht aus mehreren Stufen, darunter das Erkennen von Bewegungen, mentale Bewegungsvorstellung und Spiegeltherapie. Ziel ist es, das Nervensystem schrittweise an Bewegung heranzuführen, ohne Schmerzen auszulösen.

GMI kann helfen, Schmerzen zu reduzieren, indem es die Verarbeitung von Bewegung im Gehirn verändert. Bei chronischen Schmerzen sind Bewegungsabläufe oft mit Schmerz verknüpft. Durch schrittweises mentales Training kann diese Verknüpfung neu gelernt werden. Dadurch kann sich die Schmerzempfindung langfristig verbessern.

MOTION OF MIND orientiert sich am Konzept der Graded Motor Imagery (GMI) und nutzt daraus gezielt die Stufe der Bewegungsimagination.

Konkret bedeutet das: Während GMI aus drei Stufen besteht, fokussiert sich Motion of Mind auf die mentale Vorstellung von Bewegungen – also das Training im Kopf, ohne tatsächliche Bewegung.

Kurz gesagt:
MOTION OF MIND ist eine praktische Anwendung eines zentralen Teils des GMI-Modells.

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Anwendung im Alltag

Für spürbare Effekte sollte mentales Training regelmäßig durchgeführt werden, idealerweise täglich. Besonders bei chronischen Erkrankungen oder Schmerztherapie (z. B. im Rahmen von GMI) kann ein Zeitraum von mehr als 6 Wochen notwendig sein, um Verbesserungen wahrzunehmen. Die Dauer pro Einheit kann bereits wenige Minuten betragen. Entscheidend ist die Kontinuität.
Du musst nicht immer mit Anleitung üben sondern kannst dir deinen Bewegungsablauf auch intensiv selbst vorstellen. Der Vorteil der Anleitungen von MOTION OF MIND ist, dass man oft besser konzentriert bleibt und weniger abschweift in Gedanken. Du kannst auch mehrmals täglich üben, weil du eine aktive Bewegung auch mehrmals am Tag durchführen würdest.

Die Einheiten dauern zwischen 5 und 15 Minuten. Du solltest mit einer Übung aus der Stufe 1 beginnen. Bei Stufe 1 handelt es sich um einfache Bewegungsabläufe mit ein bis zwei Bewegungsrichtungen.
Je höher die Stufe, desto komplexer die Bewegungsabläufe. 

Zu Beginn werden einfache Bewegungen bewusst vorgestellt, zum Beispiel das Heben eines Arms oder das Gehen. Im Rahmen von GMI kann zunächst mit der Erkennung von Bewegungen begonnen werden mit Hilfe von Karten oder Apps zur Links/Rechts Zuordnung, bevor die eigentliche Vorstellung folgt. Wichtig ist, sich die Bewegung möglichst realistisch und schmerzfrei vorzustellen. Kurze Einheiten von wenigen Minuten sind ausreichend.

Stufe 1: Einfache Bewegungsabläufe mit ein bis zwei Bewegungsrichtungen.
Stufe 2:
Etwas komplexere Bewegungsabläufe, die meistens auch etwas längere Konzentration erfordern.
Stufe 3: Komplexe Bewegungsabläufe und Trainingseinheiten für den ganzen Körper und spezialisierte Krankheitsbilder. Es wird etwas mehr Konzentration benötigt.

Wissenschaftliche Grundlage

Über die wissenschaftlichen Hintergründe und Studien zu diesem Thema findest du mehr Informationen unter

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